Willkommen im Forum - Diese Information schließt sich nach der Registrierung automatisch

Du betrachtest derzeit das Forum als Gast und hast damit nur eingeschränkten Zugriff auf Diskussionen und andere Funktionen. Wenn du dich kostenlos registrierst, kannst du neue Themen unter deinem Namen verfassen und mit anderen Mitglieder private Nachrichten austauschen, an Umfragen teilnehmen und weitere spezielle Funktionen nutzen. Die Registrierung ist einfach, schnell und vor allem kostenlos, also registriere dich jetzt !

Jetzt kostenlos registrieren.

Bereits registriert ? Dann jetzt anmelden !

Benutzername:
Passwort:

  Mich bei jedem Besuch automatisch anmelden
  Meinen Online-Status während dieser Sitzung verbergen

Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Fragen zu Erziehung und Verhaltensrepertoire, Problembesprechung

Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Corinna » Di Okt 28, 2008 12:28

Moin,

einmal für alle, die uns noch nicht kenne:
Ich habe eine Gelbbacke namens Zora, jetzt 4, kastiert, EIGENTLICH gut sozialisiert und erzogen, die ausreichend körperliche und geistige Auslastung erhält.

Seit längerem nervt mich ihre rüppelige Art anderen Hunden gegenüber:

Mein Hund "verkloppt" im Freilauf bevorzugt Hunde die, beschwichtigen und - männliche Kastraten!
Sie versucht, diese am Nacken zu greifen und zu Boden zu drücken, wobei sie dann bestimmt, wann die wieder aufstehen dürfen. Vor großen, potenten Rüden läuft sie allerdings manchmal keifend weg... dominante, selbstbewußte Hündinnen läßt sie in Ruhe, mit Welpen ist sie nett und die "jungen Wilde" weißt sie rigeros in ihre Schranken!
Sie rüffelt Junghunde, die versuchen mich anzuspringen und hält fremde Hunde von meinem 6-jährigen Sohn fern...
Sie "weiß", wem sie nicht gewachsen ist!!!
Sie hat bisher keinen Hund verletzt, aber beliebt machen wir uns nicht gerade...
(Okay, ist mir nicht so wichtig! Aber mein hoher Adrenalinspiegel nervt mich doch ziemlich.)


Ich nehme regelmäßig viebeinige Urlaubsgäste auf.
Gasthunde werden, unabhängig von ihrem Alter oder Geschlecht, in der Wohnung toleriert; ich hatte noch nie mehr als ein Lefzenkräuseln im Haus! Gelegntlich spielt sie sogar mit ihnen! Und einige Rüden bekommen sogar offene Sympathiebekundungen.
Naja, "Beute" oder Futter sollte man nicht in die Mitte werfen, aber sonst...
"Befreundete Hunde" akzeptiert sie in ihrer Nähe, fremde sind ihr suspekt.
Das geht so weit, dass Zora meine Pensionshunde im Freilauf gegen fremde Artgenossen abschirmt!

Und, wenn ICH einen anderen Hund festhalten oder hochnehmen muss und dieser quitscht, versucht sie den Hund zu beißen! "Hey, cool, machen wir den gemeinsam platt?"
Sollte ich das nicht selbst bestimmen?
Ach so, und: Alle Rüden denken auf Entfernung übrigens, sie wäre ein "Kerl"! Sie imponiert dermaßen heftig, dass jetzt alle uns angiften, bis sie's merken...

Zur Zeit kontrolliere ich alle Begegnungen, mecker', wenn sie fixiert oder leine sie an.
Wie oft ich dann, "Ach, darf Ihrer nicht spielen?" höre, brauche ich nicht zu sagen, oder?
Hallo??? DIE will nicht "spielen"!
Ganz abgesehen davon, dass ich dann auch noch anderer Leute freilaufende Hunde "abwehren" muss...
Wie immer liebe Grüße an die Halter von "Der-tut-nix" und "Der will-nur-spielen" *nerv*

Also, große Frage:
Kontak erlauben oder nicht???

Ich werde nicht versuchen, andere Hunde "schön zu füttern/spielen" - das klappt nicht!
Die HUNDE akzeptieren ihren sozialen Status auch, nur deren Leute meist nicht.
Anderereseits will ich auch die fremden Artgenossen nicht "traumatisieren"...

Anbei will ich noch sagen, dass sie Menschen gegenüber selten anmaßendes Verhalten zeigt und ein sehr leichtführiger Hund ist - ohne dabei ängstlich zu sein!



Danke & LG Corinna
Corinna
Welpe
Welpe
 
Beiträge: 14
Registriert: Di Okt 28, 2008 11:51

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon sapia » Di Okt 28, 2008 19:08

Hallo Corinna,
den Bericht von dir mit dem Nackengriff habe ich sehr interessiert gelesen, da ich kürzlich über ähnliches berichtet habe. Meine Hündin ist erst 2 Jahre und hat gerade mit dieser tour angefangen. Leider ist sie in allem anderen nicht so leichtführig wie Deine. Die Hundebegegnungen bei uns sind ausnahmslos stressig und ich würde meine nicht los machen, da sie wie eine Furie auf die anderen los geht. Mit Spielen ist da nichts, wen sie nicht bis zu ihrem 6 Lebensmonat gut kennengelernt hat, der hat keine Chance. Aber so wie du beschreibst werden bekannte Hunde und die aus ihrem Rudel toleriert. Menschen gegenüber ist sie leider nicht so gutmütig wie Deine. Also, alles in allem scheinst Du mir noch Glück zu haben!
Laufen lassen wenn Du Dir nicht sicher bist wie sie reagiert und ihr immer wieder die Chance zum Erfolg geben würde ich nicht, aber da gibt es sicher auch andere Meinungen. Als ich es zuletzt versucht habe hat sich meine Hündin direkt auf ihr Gegenüber gestürzt so als hätte ich ihr mit dem Leine-los das Kommando gegeben: Kämpf uns den Weg frei. Natürlich ein Misserständnis, aber das ist es ja meistens, wenn etwas so daneben geht.
Vielleicht gibt es ja Menschen mit Lösungsideen!
L.G.
Benutzeravatar
sapia
Welpe
Welpe
 
Beiträge: 7
Registriert: Fr Okt 10, 2008 18:34
Wohnort: Oberbergisches Land

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Kolja » Di Okt 28, 2008 20:12

Hallo Corinna,

wenn meine Füchse dürften wie sie wollten, würde es ungefähr ähnlich aussehen wie bei Dir. Meine 'Rüpel' besonders Elischka muß langsam zu fremden Hunden gehen. Das sieht dann so aus : langsam los 5 Meter - dann sprint *DOWN* Hund muß liegen - langsam weiter , wird sie schneller : *DOWN*- läuft sie nicht deutlich langsam zu dem anderen Hund liegt sie (auf Kommando) spätestens genau vor dem fremden Hund - und das mag sie gar nicht, den der darf sie jetzt von oben herab anschauen bzw. beschnüffeln. 'So hat sie gelernt, lieber langsam aber dafür aufrecht auf andere Hunde zuzugehen....

LG Kolja (Dagmar)
Kolja
Junghund
Junghund
 
Beiträge: 34
Registriert: Di Mai 27, 2008 09:42

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Corinna » Mi Okt 29, 2008 10:28

Vielen Dank für die schnelle Reaktion!
Es raubt einem echt den letzten Nerv.
Und nichts ist peinlicher, als wenn mein Hund DIE Hunde verkloppt, die in "unserer" Praxis Patienten sind!

Die Mehrhundehalter unter Euch können sich sicher vorstellen, was passiert, wenn man mit 2 oder 3 Hunden unterwegs ist und einer geht so ab...
Ich denke auch immer an die anderen Hunde und ihre Besitzer: ICH würde mich ärgern, wenn mir ein so offensichtlich zickiger Hund entgegen läuft!

Findet Ihr, der Kontakt zu den "befreundeten" Hunden reicht aus?
Schließlich MUSS ein erwachsener Hund nicht jeden fremden Artgenossen mögen, ganz im Gegenteil. Sind ja potentielle Konkurenten!
Sie begenet mehrmals täglich den Hunden meiner Nachbarn, 3 x die Woche den Hündinnen meiner Chefinnen und der eine oder andere Hundim Dorf wird ja auch akzeptiert.
Aber reicht das???
LG Corinna
Corinna
Welpe
Welpe
 
Beiträge: 14
Registriert: Di Okt 28, 2008 11:51

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Schnecke » Mi Okt 29, 2008 10:41

Hallo Corinna,

ich löse das Problem indem ich finde es reicht! (um eine konkrete Antwort auf deine Frage zu geben)

Wenn ich hier im Ort unterwegs bin, gerade mit meinen beiden Zicken, gibt es keinen fremden Hundekontakt mehr. Das mache ich auch den entgegenkommenden Leuten klar.
Die Zicken schaffen es tatsächlich noch ein Wettrennen zu dem Hund zu machen [smilie=angry-smiley-055.gif] und vor lauter Eifer "Erster" zu sein den Hund umzurennen [smilie=shocked.gif]

Ich akzeptiere es dass sie keine Lust auf Fremdhundekontakte haben und unterbinde es daher Konsequent (ich jage auch mal einen anderen Hund der angerast kommt weg, es sind ja nicht immer nur meine *schweissvonderstirnwisch*).
Mit der Down-Methode würden wir wahrscheinlich lange unterwegs sein und nicht vorwärts kommen, daher wird hier eben alles an Fremdhunden und Besitzern ignoriert.
Und meine Hunde wurden so immer ruhiger und ruhiger, was diese Situationen angeht. Also scheint es zu reichen, wenn sie mit "ihrem" Rudel unterwegs sind (ob es nun das eigene Rudel ist oder eben die Hunde von Freunden und Bekannten)

Ich denke da ehrlich gesagt auch an mich, dann sollen die Leute lieber denken, meine armen Hunde als dauernd diese Diskussionen, ob meine Hunde nicht sozialisiert wurden oder warum sie so aggressiv sind.


Lieben Gruß
Susanne
Wer sich selbst zum Lamm macht, den Fressen die Wölfe
Benutzeravatar
Schnecke
Rudelmitglied
Rudelmitglied
 
Beiträge: 233
Registriert: Di Apr 03, 2007 06:08
Wohnort: Raum Bremen

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Briddy » Mi Okt 29, 2008 13:30

Hallo Corinna,
irgendwie hast Du Jenna beschrieben. [smilie=hubba.gif]
Sie "weiß", wem sie nicht gewachsen ist!!!
Jow! Alle, die kein Ego haben, werden platt gemacht, und vor den "mächtigen" wird gekuscht.
Immerhin akzeptiert Zora Pensionshunde, da hätte ich bei Jenna meine Zweifel. Bei den Menschen ist das so: wen ich persönlich reinlasse, der wird akzeptiert. Aber bei Hunden? [smilie=confused-smiley-013.gif] [smilie=confused.gif] Wen sie eh akzeptiert, den akzeptiert sie auch im Haus. Bei anderen mag ich das nicht ausprobieren.
Und, wenn ICH einen anderen Hund festhalten oder hochnehmen muss und dieser quitscht, versucht sie den Hund zu beißen! "Hey, cool, machen wir den gemeinsam platt?"
Sollte ich das nicht selbst bestimmen?
Da bleibt eigentlich nur, Zora rechtzeitig ein Kommando zu geben, das ihr eben das unmöglich macht. Platz z.B.
Ich werde nicht versuchen, andere Hunde "schön zu füttern/spielen" - das klappt nicht!
Kann ich bestätigen, habe ich versucht. Innerhalb von 2 Wochen hatte ich einen Hund, der beim Anblick von Artgenossen an meiner Tasche hing und sein Leckerchen einforderte, innerhalb von 4 Wochen hatte ich einen Hund, der schon überlegte, ob ihm jetzt das Leckerchen oder das Verkloppen des Artgenossen wichtiger ist...
Also, große Frage: Kontak erlauben oder nicht???
Ich habe entschieden, es gibt keinen Kontakt mehr, wenn ich den anderen Hund nicht einschätzen (Ego oder nicht) kann. Und ich verlass mich auch nicht mehr auf die Einschätzungen anderer Hundehalter. Wurde ich doch einmal gefragt, ob meine Mädels nicht mit einem großen schwarzen Rüden spielen dürften. Der sei so groß und wild und selbstbewußt und andere Hundehalter hätten meistens Angst um ihre Hunde. Klang ganz so, als wäre es für meine Mädels passend. Also kam der große Schwarze auf uns zu, ich gab meinen Mädels das okay. Man traf sich in der Mitte, beschnupperte sich, innerhalb von 5 Sekunden wußte Jenna, den krieg ich platt und hing ihm im Nacken, innerhalb von weiteren 5 Sekunden sah man ein schwarzes Riesenviech von zwei zierlichen AH-Hündinnen über die Wiese gejagt und in den Hintern gezwickt werden... Ich glaub nie wieder, was andere Leute sagen. [smilie=icon_rolleyes.gif]
Wenn überhaupt, dann schicke ich Kimmi vor. Die geht zwar auch stürmisch, aber sehr viel freundlicher mit fremden Hunden um und dann sehe ich, wie der andere Hund reagiert.
Anbei will ich noch sagen, dass sie Menschen gegenüber selten anmaßendes Verhalten zeigt und ein sehr leichtführiger Hund ist - ohne dabei ängstlich zu sein
Da kannst Du froh sein! Leider ordnet Jenna die Menschen ähnlich ein wie Artgenossen. Wer ihr selbstbewußt und ohne Angst gegenübertritt, dem unterwirft sie sich und zeigt geradezu übertriebene aktive Unterwerfung. Sie testet aber immer aus, hat schnell raus, mit wem sie was machen kann, d.h. wer konsequent ist und wer nicht und kann dann sehr fordernd werden. Ängstliche Menschen schüchtert sie gerne ein. Vor langer Zeit kamen wir in einer Hundegruppe an einer Bank im Wald vorbei, auf der eine Frau saß. Alle anderen Hunde liefen desinteressiert vorbei. Jenna hingegeben betrachtete die Frau interessiert mit schräggelegtem Kopf und "dachte nach". Plötzlich sprang sie mit einem "Wuff" einen halben Schritt vor, die Frau fuhr zusammen und erbleichte und Jenna "grinste" und trollte sich vergnügt. Man sah ihr das "hihihi" förmlich an. Kleines Aas, das.
Die Mehrhundehalter unter Euch können sich sicher vorstellen, was passiert, wenn man mit 2 oder 3 Hunden unterwegs ist und einer geht so ab...
Ich kann mir auch gut vorstellen, wenn zwei so abgehen. Hatte ich die erste Zeit als Zweihundehalter. Oberpeinlich. :oops: Mittlerweile läuft's GsD besser, es kommt nur noch ganz selten mal zu Zwischenfällen.
Findet Ihr, der Kontakt zu den "befreundeten" Hunden reicht aus?
Definitiv: Ja! Unfreundliche Hundekontakte bedeuten auch für Zora Streß. Das fährt den Adrenalinpegel hoch und die Weichen für den nächsten Kontakt sind schonmal voreingestellt... Es wird dadurch nicht leichter, nicht für Dich und für Zora auch nicht.
Ich denke da ehrlich gesagt auch an mich, dann sollen die Leute lieber denken, meine armen Hunde als dauernd diese Diskussionen, ob meine Hunde nicht sozialisiert wurden oder warum sie so aggressiv sind.

Ja genau, Susanne. Man muß sich, denke ich, von der Vorstellung verabschieden, daß alle Hunde total verrückt sind auf Artgenossen. Das trifft vielleicht auf Labradore zu, aber mit Sicherheit nicht auf viele AHs (Ausnahmen bestätigen die Regel, wie immer :err: ). Von Diskussionen habe ich auch die Nase voll. Wenn man dann auch noch von Hundetrainern gesagt bekommt, der Hund braucht mehr Hundekontakt, weil er nicht gut genug sozialisiert ist und üben muß... [smilie=action-smiley-060.gif]
Kann man nicht einfach akzeptieren, daß es Hunde gibt, die das nicht wollen, für die das nur Streß bedeutet, weil sie der Meinung sind, alles (z.B. durcheinander laufende Hunde) kontrollieren zu müssen? Ich antworte jetzt immer, die sind so, weil sie wie Herdenschutzhunde Fremdhunde von der Herde verjagen müssen. Basta, keine Diskussionen mehr.
LG
Briddy
Man hat's nicht leicht, aber leicht hat's einen.
Benutzeravatar
Briddy
Rudelmitglied
Rudelmitglied
 
Beiträge: 1186
Registriert: Do Mär 15, 2007 14:17
Wohnort: Südniedersachsen

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Faster » Mi Okt 29, 2008 16:29

Meiner zeigt das gleiche Verhalten!
Zu Hause im gwohnter Umfeld/Territorium haben wir auch nur noch Kontakt zu Hündinnen. Einige Rüden geht auch noch. Ich kann es mitterweile ganz gut steuern. Es wird besser. Auch vom Pferd aus. Grüße allerdings nur noch lässig über die Schulter...
ABER er hat keine Probleme mit anderen Hunden, wenn er irgendwo zum ersten Mal ist!
So kann man problemlos auf die große Hundespielwiese einer anderen Stadt gehen und eitel Freude und Sonnenschein. [smilie=1hammer.gif]
Wer hinter den Hunden reitet, kann nicht vor die Hunde gehen!
Benutzeravatar
Faster
Althund
Althund
 
Beiträge: 460
Registriert: Mi Mär 19, 2008 20:39
Wohnort: LK Peine

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Gitti » Mi Okt 29, 2008 18:59

Buffy geht immer in Schmidtchenschleicher Haltung auf andere Hunde zu und setzt ihr chamantes "Lächeln" auf. Was die Besitzer wohl er schockt, als den Hund. Wenn sie den Hund kennt habe ich keine Probleme, aber ist es ein fremder Hund stürmt sie brüllend auf ihn zu, manchmal rempelt sie ihn an oder läuft dann einfach vorbei und fängt an Gras zu fressen. Ist der Hund aber ängstlich und ich bin nicht schnell genug, moppt sie ihn total. Ich möchte nur mal wissen, was das Gebrüll immer soll?! Wenn sie spielt hört sich das an, als ob sie gerade den Hund zerfleischt. Lasse sie auch nur noch an bekannte Hunde ran. Habe die Diskusionen auch satt. Zumal sie ja nun auch noch Schwarz ist, diese Hunde sind ja besonders bissig [smilie=action-smiley-060.gif] .

Brigitte
Benutzeravatar
Gitti
Rudelmitglied
Rudelmitglied
 
Beiträge: 194
Registriert: Mo Mär 19, 2007 19:23
Wohnort: Niedersachsen

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Corinna » Do Okt 30, 2008 10:54

Moin,
sehr interessant, dass Eure Hunde alle so ähnlich reagieren. Typisch Altdeutscher Hütehund?
Ich habe eine Pflegehündin, vermutlich Katalanischer Hütehund (Gos de Atura), die ähnliches Verhalten Menschen gegeüber zeigt, aber eher aus Unsicherheit (Joggerschreck!).
Wäre interessant zu wissen, was die Halter anderer Treibhunde sagen. Briards sollen oft auch einen "zweifelhaften Ruf"haben...
Philosophische Frage:
Glaubt Ihr auch, wie Briddy, das liegt an der "ursprünglichen Nutzung"?
Meine Vermutung wäre das auch, denn es ist ist ja "Abblocken und Vertreiben", was Zora da so treibt.
Ich denke auch, das mein Hund Stress hat und ICH im den als verantwortungsvolle "Rudelchefin" abnehmen sollte.

@ Briddy: Den EIGENEN Menschen! Besucher werden "beschubbst", aber freundlich ("Streichel mich!")
@ Faster: AM PFERD ist sie völlig harmlos! Da "arbeitet" sie und hat für solche "Sperenzchen" keine Zeit *ggg*

LG Corinna
Corinna
Welpe
Welpe
 
Beiträge: 14
Registriert: Di Okt 28, 2008 11:51

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Briddy » Do Okt 30, 2008 16:52

Typisch AH - ich denke schon. Aber nicht nur AH-spezifisch. Ich denke, es liegt zum einen an der ursprünglichen Nutzung, aber zum großen Teil liegt es an der Aufmerksamkeit und , ja, an der Gehirngröße. Was ja irgendwie auch wieder mit der Nutzung zu tun hat.
Ich kam drauf, als ich mich mit Dr. Roos von der Trumler Forschungsstation unterhalten habe. Ich fragte ihn, warum eine große Menge iranische Straßenhunde ohne Krawall auf ziemlich engem Raum zusammenleben können. Antwort: Es liegt an der Gehirngröße. Hunde haben generell ein kleineres Gehirn als Wölfe, aber zwischen den Hundepopulationen/Rassen gibt es große Unterschiede, das variiert zwischen 70 und 30 %. Die Iraner in der Trumlerstation haben ein ziemlich kleines Gehirn, das nicht in der Lage ist, alle Reize zu erfassen und zu verarbeiten. Sie reagieren deshalb einfach nicht auf kleine Reize und sind daher ziemlich friedlich. Bellen, wenn die anderen bellen, ohne zu wissen warum eigentlich...
Kurz gesagt in Briddy-Sprache: Manche Hunde sind zu dumpfbackig, um auf alle Reize zu reagieren, die AH nicht. Das dürften sie aber mit anderen Rassen gemeinsam haben, die noch nicht allzu weit vom Arbeitshund entfernt sind.
LG
Briddy
Man hat's nicht leicht, aber leicht hat's einen.
Benutzeravatar
Briddy
Rudelmitglied
Rudelmitglied
 
Beiträge: 1186
Registriert: Do Mär 15, 2007 14:17
Wohnort: Südniedersachsen

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon MaKo » Do Okt 30, 2008 19:13

Gitti hat geschrieben:Buffy geht immer in Schmidtchenschleicher Haltung auf andere Hunde zu und setzt ihr chamantes "Lächeln" auf. Was die Besitzer wohl er schockt, als den Hund. Wenn sie den Hund kennt habe ich keine Probleme, aber ist es ein fremder Hund stürmt sie brüllend auf ihn zu, manchmal rempelt sie ihn an oder läuft dann einfach vorbei und fängt an Gras zu fressen. Ist der Hund aber ängstlich und ich bin nicht schnell genug, moppt sie ihn total. ...
Wenn sie spielt hört sich das an, als ob sie gerade den Hund zerfleischt. ... .

Brigitte


Unsere Layla finde ich in all Euren Beiträgen wieder [smilie=icon_wink.gif] .

Die "Schmidtchenschleicher Haltung" unterbinde ich sofort bei fremden Hunden. Im Freilauf darf sie nur bei einem "OK" von mir, zu dem anderen Hund.
Im Moment wechsle ich manchmal sogar die Richtung, wenn ich vor ihr sehe, dass da einer kommt, der ein "potenzielles Opfer" wäre. Bevor sie anfängt sich aufzubauen, einfach um ihr den Stress zu mindern.
Kontakte zu bekannten Hunden genießt sie nach wie vor [smilie=happykiss.gif] .

Liebe Grüße,
Marion & Rudel.
Benutzeravatar
MaKo
Haupthund
Haupthund
 
Beiträge: 194
Registriert: Do Mär 13, 2008 23:23
Wohnort: Berlin

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Schnecke » Do Okt 30, 2008 22:05

Wenn meine bei mir im Garten spielen klingt es wie in einer Kampfhundeausbildungsstätte.

Dialog aus dem Nachbargarten vom letzten Sommer:

Besucher beim Nachbar: Hilfe was ist denn bei euch los?

Nachbarin: das sind nur die Hunde neben - die spielen (es fehlte nur ein bleib sitzen)

Ich mache mir keine Gedanken mehr - sie sind so und ich (versuche es zumindest) gebe die Regeln vor.

Nicht immer aber immer öfters *prost*
Wer sich selbst zum Lamm macht, den Fressen die Wölfe
Benutzeravatar
Schnecke
Rudelmitglied
Rudelmitglied
 
Beiträge: 233
Registriert: Di Apr 03, 2007 06:08
Wohnort: Raum Bremen

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Kolja » Do Okt 30, 2008 22:39

Corinna hat geschrieben:Moin,
sehr interessant, dass Eure Hunde alle so ähnlich reagieren. Typisch Altdeutscher Hütehund?
Glaubt Ihr auch, wie Briddy, das liegt an der "ursprünglichen Nutzung"?
Meine Vermutung wäre das auch, denn es ist ist ja "Abblocken und Vertreiben", was Zora da so treibt.
LG Corinna



ehrlich gesagt beim Hüten ist dieses Verhalten : auf fremde Hunde aus größerer Entfernung mit Gebrüll daraufzustürzen ,(egal ob Hündin oder Rüde) den anderen mehr oder weniger über den Haufen zu rempeln und wenn er abhaut noch einen schnellen Kniff in den Popo setzen :o sehr von Vorteil. Den meißten Hunden vergeht dabei ganz schnell ihr Vorhaben : 'mal ein bischen Schnucken schubsen. [smilie=neener.gif] Allerdings machen das nur unsere Hündinnen - Kolja würde warten bis der fremde Hund nah genug ist : - wenn es eine Hündin ist, würde er sie freundlich begrüßen/ hofieren und wenn es ein Rüde ist würde er schauen ob er 'lieb' ist, wenn ja würde er sich wieder seiner Hütearbeit widmen...

Jule und Elischka sind meine 'sog. Abfangjäger' für fremde Hunde beim Hüten in der Heide. Ich muß sie nur stoppen können wenn der andere Hund wieder den Weg erreicht hat.

LG Kolja
Kolja
Junghund
Junghund
 
Beiträge: 34
Registriert: Di Mai 27, 2008 09:42

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Briddy » Fr Okt 31, 2008 20:03

Oh ja, das Verhalten ist effektiv! Zum Vertreiben fremder Hunde bestens geeignet. :mrgreen: Ich war mal eines Herbsttages mit Jenna im hiesigen Leinepolder spazieren. On-line, da dort Leinenpflicht herrscht, und brav auf den Wegen. Als wir an einer Herde Schafe mitsamt Schäferin und deren zwei Hunden vorbeikamen, stürmten die beiden Schwarzen mit Getöse auf uns bzw. Jenna los. Obwohl sie diese Taktik ja selber gut anwenden kann, zog sie es vor, angesichts der anstürmenden Zwei die Flucht zu ergreifen, und zog mit aller Kraft an der Leine. Leider hatte es an dem Tag geregnet, der Boden war total glitschig und bot meinen Schuhen rein gar keinen Halt. Also haute mich mein liebes Hundi vom Stengel und zog mich durch den Schlamm. :oops: Sah aus wie nach einer Ganzkörper-Fangopackung. :übel:
Man hat's nicht leicht, aber leicht hat's einen.
Benutzeravatar
Briddy
Rudelmitglied
Rudelmitglied
 
Beiträge: 1186
Registriert: Do Mär 15, 2007 14:17
Wohnort: Südniedersachsen

Re: Lang! Stressige Hundebegegnungen - was tun?

Beitragvon Marco » Sa Nov 01, 2008 11:21

Moin Ihr Lieben,

ich finde das ziemlich spannend, was Ihr das schreibt und natürlich finde ich da einiges auch bei meiner Füchsin wieder. Sie war mir sogar von der Vorbesitzerin als "zickig" gegen andere Hunde - besonders während der Läufigkeit - angekündigt worden. In der Tat konnte ich in der Anfangszeit feststellen, dass Klara bei einigen (nicht bei allen) Hunden plötzlich vorschoß und das Gegenüber wütend verbellte. Trotz Warnung hat mich das überrascht, weil es so unangekündigt geschah und ich keine Anzeichen vorher bei Klara erkennen konnte. Allerdings habe ich recht schnell herausgefunden, dass da nix dahinter steckt, weil Klara nämlich ganz schnell wieder "gut Wetter macht" und so tut, als wäre da nix gewesen :flöt: , wenn die Leine nicht stramm wird und der andere Hund ruhig bleibt. Ab da war mir klar, dass es sich da nur um eine Kombination aus Unsicherheit und vielleicht einem falschen Training handelt. Womöglich hat früher das menschliche Ende der Leine Panik bekommen (wer hat auch gerne einen Keiffer an der Leine?), wenn andere Hunde auftauchten und so Klara das Gefühl vermittelt, dass es da in der Tat was zum Maulen gibt! Und das hat sich dann vielleicht gegenseitig hochgeschaukelt.

Wir haben nun recht intensiv am Lockerbleiben geübt. Ich habe Klara durch eine Leine gesichert und diese immer locker gelassen, so dass da keinesfalls irgendein Signal von "Angespanntheit" an Klara übermittelt wurde. Den Abstand zu den anderen Hunden habe ich so gestaltet, das die Leine nicht bis dahin reicht und dann so klein als möglich, aber nur so klein gehalten, dass ich Klara noch auf mich konzentrieren konnte (Ansprache + Leckerchen für's Kontakt halten). Das hat ziemlich gut funktioniert und mittlerweile würde ich dieses spezielle Problem als (fast) erledigt betrachten. Hier gibt es eigentlich nur noch Arbeit, wenn Klara richtig aufgeregt ist (z.B. wenn wir zum Training wollen) und andere Hunde ebenfalls Zeichen von Aufregung zeigen.

Wenn wir dann in Feld, Wald und Wiese sind kommt Klara an die Feldleine (dünne Schleppleine), da sie einen ordentlichen Jagdtrieb hat und den wohl auch früher schon ausleben durfte (da gibt es also auch noch eine Baustelle :mrgreen: ). Auf jeden Fall zeigt sie hier auch das von Euch beschrieben Anschleichen und Abfangen von anderen, entgegenkommenden Hunden. Dies unterbinde ich allerdings rigoros. Ich kann das nicht leiden, wenn andere Hunde (häufig Retriever, aber auch Hüter) das mit meinem Husky machen, der das ziemlich nervig findet und folglich versuche ich auch meinen Hunden dieses ungefragte drauf zu rasen zu verbieten. Kennen wir die Hunde, dann kann man da eine Ausnahme machen und es gelegentlich erlauben, aber wenn wir die anderen Hunde überhaupt nicht kennen, dann greife ich sofort ein, wenn Klara in Lauer- oder Schleichposition geht.

Über Ursachen dieses Verhaltens kann ich nur spekulieren, aber eine erbliche Komponente wird da sicher dabei sein. Wobei ich das aber relativ niedrig ansetzen würde. Bei Klara scheinen mir da ein paar recht elementare (ererbte?) Sachen zusammen zukommen, die sie da "aggressiver" als andere Hunde erscheinen lassen:
  • Sie nimmt Bewegungen in der Ferne schnell wahr
  • Sie reagiert mit spielerisch/jagdlichem Anschleichen
  • Sie ist schnell erregbar
  • Sie spielt heftig, für manche zu heftig
Diese Kombination begünstigt bestimmt die Wahrscheinlichkeit von Reaktionen anderer Hunde, die vielleicht nicht unbedingt "freundlich" auf einen solchen Ansturm reagieren. Das wiederum schafft dann beim anstürmenden Hund wieder eine bestimmte Erwartungshaltung und schon hat man die Grundlage für eine sich nach und nach eskalierende Situation.

Das ist der Grund, warum ich Begegnungen mit Hunden nur sehr kontrolliert zu lasse und auch eingreife, wenn mir das dann erlaubte Spiel zu heftig werden droht. Dann hole ich Klara da sofort 'raus und breche das ab.

Lieben Gruß,
Marco
I find it difficult to understand why punishment would be necessary to teach the relatively simple behaviors asked for in "competition" (Bob Bailey)
Benutzeravatar
Marco
Beihund
Beihund
 
Beiträge: 66
Registriert: So Okt 26, 2008 12:06
Wohnort: Hoisdorf in SH

Nächste

Zurück zu Verhalten und Erziehung



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron