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Unsicherer Hund

Fragen zu Erziehung und Verhaltensrepertoire, Problembesprechung

Re: Unsicherer Hund

Beitragvon sausebrause » Fr Okt 16, 2009 09:40

einfach diese Menschen vorher sehen und dann den Hund entsprechend ablenken.

Schnalz mal oder mach ein ähnliches Geräusch, dass er dich anguckt, oder konditioniere "schau" oder "guck" quasi ein Aufmerksamkeitssignal in deine Richtung sprich dich angucken. Dann belohnen bis es vorbei ist.

Wenn dir das mit Leckerlis zuviel wird, nimm das Futter mit oder kürz es, damit er nicht seitlich aus dem "Leim" geht.
Grüßli von der Susanne
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sausebrause
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Re: Unsicherer Hund

Beitragvon Hüteweiler » Fr Okt 16, 2009 17:32

Hy, die stories kenn ich, aber alle und nur zu gut. Der "Hase" ist zwar ein absoluter Dickschädel, aber sehr selbstsicher und super neugierig, die war quasi pflegeleicht, aber der Franzose ist nicht anders, als die AH's von denen Ihr so berichtet ... und er hatte- im Gegensatz zu dem, was Ihr so berichtet - wirklich die beste Kinderstube, die man sich wünschen kann (mit viel Besuch und Kindern und Spielzeug, in der Wohnküche groß geworden und einen Erlebnisgarten sondergleichen, also wirklich das ganze Program) und trotzdem ist er ein Angsthase unter'm Herrn. Fremde Leute, fremde Umgebung, "böse" Geräusche, Enge, ... ging alles gar nicht. Von Fremden angefasst zu werden, mag er bis heute nicht. Er hasst laute Geräusche und wenn's gar nicht mehr geht, schmeißt er sich einfach hin ... das ist ganz toll, wenn man dann versucht 50kg+ hinter sich herzuziehen ... weiss nicht, wieviele Leute mir schon den Tierschutz auf den hals hetzen wollten [smilie=confused-smiley-013.gif] .
Jetzt ist er sechs und wenn heute einer fragt, stehe ich ziemlich gelassen daneben und sag nur "der hat halt 'ne Franzosenklatsche". Ich glaube, wenn man solche Hütehunde hat, muss man einfach ein bißchen cooler werden, als "normale" Hundebesitzer. Es gibt Dinge, die erspare ich dem Rüben einfach, weil es für ihn purer Stress ist: in die Stadt gehen, Knallerei, Hauptverkehrsstrassen, Menschenmengen;( wenn's nicht anders geht, kriegt er 'n Maulkorb drauf und dann machen die Leute witziger Weise von ganz alleine Platz [smilie=icon_wink.gif] ). Manche Sachen sind für ihn konsequent verboten: Leute anspringen, Sachen oder sein "Rudel" ungefragt zu verteidigen, zu schnappen, wenn ihm was nicht passt und überhaupt, ungefragt die Initiative zu ergreifen; und manche Dinge nehm ich einfach hin: er muss immer ewig weit voraus rennen, er mag weder kleine Kinder noch junge Hunde, er verbellt jeden, der kommt (aber nur genau so lange, bis der begrüßt worden ist) und er hat 'ne ziemlich große Individualdistanz was andere Artgenossen und potentielle Gefahren angeht. Bei so'nem Hund helfen eigentlich nur vorausschauend laufen, guter Grundgehorsam und 'ne möglichst enge Führerbindung. Ihm hat das sehr viel gebracht, dass ich mit ihm 'ne Mischung aus Agility und Unterordung gemacht habe (zu allem Überfluss ist er nämlich auch nicht der Hellste unter der Sonne und konnte sich am Anfang max. 2 - 3 Minuten konzentrieren). Das hat seine Konzentrationsfähigkeit gesteigert, er hat 'ne bessere Bindung zu mir aufgebaut und hat gelernt, Probleme selbstständig zu lösen. Das bringt viel für's Selbstbewusstsein. Heute schafft er's schon, manche "Probleme" von alleine zu lösen und dann ist er wirklich stolz auf sich. Das ist sehr süß anzuschauen! Und wenn er was nicht lösen kann, "fragt" er nach Hilfe ... dann bin ich sein "Held" [smilie=icon_wink.gif] .
Ups, auch 'n kleiner Roman geworden, aber ich finde das sehr wichtig zu sehen, dass so ein Hund vielleicht ander ist, aber nicht anormal und das andere Menschen ähnliche Probleme haben. Mir hat nämlich am Anfang keiner geglaubt und alle haben gedacht, ich übertreibe total oder bin zu blöd, dem Hund was rüber zu bringen (hab' ich ja auch gedacht). Heute ist der Rübe sechs, fast sieben und - wenn er nicht grade mal eine seiner Anwandlungen kriegt - finden alle Menschen immer, dass er ein ausgesprochen netter Hund ist ... da grins ich mir dann nur immer einen in die Tasche.
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Hüteweiler
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