NicoleH hat geschrieben:Mit Sicherheit besser als im Zwinger vergammeln zu lassen oder anders zu entsorgen aber verdammt noch mal... hat diese Hündin es nicht verdient bei *ihrem Herrn* in Rente zu gehen und dort *Gnadenbrot* zu bekommen.
Wütend und traurig zugleich macht mich die Tatsache, dass diese Schäferin in einer Position ist, wo man mit gutem Beispiel vorran gehen sollte!
Nicole
Natürlich hat ein Hund es verdient sein Rentendasein so schön wie möglich zu verleben. Ich denke 'mal in diesem Fall ist es wirklich der gutgemeinte Versuch für die altgediente Hündin ein ruhiges Plätzchen zu finden, wo sie warm und in Ruhe leben kann. Sie war schon immer eine etwas ruhige, bequeme Hündin, die selbst 'draußen beim Hüten gern und viel herumlag.
Sie wird bestimmt nur an jemanden abgegeben, wo sie es wirklich gut hat. Deshalb ist sie auch kein 'Altdeutscher in Not'.
Wenn jetzt jemand sagt: wer nimmt denn noch so eine alte Hündin ? - dann kann ich euch die Geschichte von Bell (Jim's Vater) erzählen: Bell hat damals im tiefen Osten, zusammen mit meiner Hündin Biene, die Kühe gehütet und frei auf dem Hof gelebt ..... sie hatten freien Zugang zum Stall und haben jeden Tag die Milchkühe 'raus und 'rein gebracht.
Eines Tages, da war Biene 6 Jahre und Bell 12 Jahre informierte mich der Bauer, daß er die Kühe und den Stall aufgeben würde und daher auch die Hunde dort nicht bleiben konnten. Ich solle Biene zu mir holen und bevor Bell bei irgendeinem Nachbarbauern im Zwinger oder an der Kette enden würde, wollte er ihn beim letzten Küheholen erschießen (er war Jäger)
2 Tage bevor ich Biene abholen wollte rief er mich an und sagte, er hätte es versucht, aber er könnte diesen Hund nicht erschießen..... also holte ich sie beide zu mir. Ich hatte inzwischen für Biene ein neues Zuhause bei Dr. Walter Reulecke von der Uni Kiel gefunden und er hat einer Bekannten (Claudia Tholl) auch von Bell erzählt. Claudia hatte zu diesem Zeitpunkt eine 10 jährige Tigerhündin und zog gerade von Kiel nach Hessen auf einen alten Resthof. Wir brachten die beiden Hunde zusammen (die Tigerhündin und Bell) und es funktionierte gut. Also nahm sie Bell mit nach Hessen..... wir dachten, er wolle weiterhin frei draußen oder in der Scheune leben, aber nein - schon am 2. Abend nahm er das Körbchen der Tigerhündin auf der Tenne in Beschlag und nach weitern 3 Tagen, mußten sie ihm auch ein Bett in's Schlafzimmer stellen, denn er wollte auch jeden Abend mit nach oben zum Schlafen gehen. Obwohl er nie im Haus gelebt hat, war er von Anfang an sauber und er lebte noch weitere 3 Jahre bei Claudia und der Tigerhündin bis er an einem Lungenleiden verstarb. In dieser Zeit war er zum ersten Mal am Meer,(ich habe noch wunderschöne Fotos, wo Bell am Strand herumtollt) nahm an den AH - Treffen in Niedersachsen teil und genoß sein Renterleben als umsorgter Familienhund.
Ich will damit sagen: es muß kein böswilliges Abschieben dahinterstehen, sondern der Versuch der Sitka auch ein Leben als umsorgter Renter zu ermöglichen. Vielleicht gibt es irgendwo ja noch eine 'Claudia' mit einem älteren Rüden, der anstatt einem, zwei Hunden eine schönen Lebensabend macht.
Ich würde es ihr wünschen.
LG Dagmar (mit Jule auch von diesem Schäfer, der sich immer wieder freut, daß sie bei mir ihren Platz gefunden hat)