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Tierschutzwidrig?

allgemeine Themen rund um den Hund

Tierschutzwidrig?

Beitragvon Friesenbursch » So Dez 13, 2009 19:32

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Zuletzt geändert von Friesenbursch am Mo Apr 19, 2010 17:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Sukadeva » So Dez 13, 2009 21:37

Wenn ein Hund in einem zugigen dreckigen Verschlag dahinvegetieren muß ist das für mich auch tierschutzwidrig.
Meine Hündin hab ich aus so einem Loch herausgekauft. Gleichzeitig hab ich mich aber dafür eingesetzt , dass der "Tierschutz" dem ehemaligen Besitzer immer wieder auf die Finger schaut, damit es eben nicht noch ein Mal so einen ungeplanten Wurf gibt.
Oft hab ich auch schon gehört dass man dadurch, dass man solche Hunde herauskauft für noch mehr Hundeelend sorgen würde. Und das sei falsch.
Mag sein, wenn man Hunde aus dem Ausland holt ist das vielleicht genauso falsch?

Es ist ein Leichtes, zu urteilen aus der Ferne. Wenn man aber vor einem Tier steht, dem man helfen könnte ist es sehr schwer zu sagen ich sehe einfach weg.
Auch das muß man können. Muß man wirklich?

Ich hätte meine Hündin auch dort lassen können und mir einen lieben braven einfachen Hund zulegen und den Rest dem Tierschutz überlassen.
Aaaaaaaaaaaaaber, diese Mühlen mahlen seeehr langsam.
Erst bekommt der Hundehalter bestimmte Auflagen die es zu erfüllen gilt.
Größerer Zwinger, besseres Futter, gescheit misten etc.
Ok, die Auflagen werden erfüllt, es wird einmal kontrolliert (nach Voranmeldung) und das war es dann bis wieder jemand eine Anzeige macht.
Dann das gleiche Spiel nochmal von vorne.
Es vergeht viel viel Zeit.
Zu viel Zeit für ein Hundeleben.
Inzwischen sind die Hunde so versaut, dass man vieles garnicht mehr gut machen kann.
Eine Schwester meiner Hündin ist inzwischen so sehr verängstig was Männer betrifft, dass sie kaum mehr vermittelbar ist obwohl erst ein Jahr alt.
Wenn ein Mann auf sie zugeht kommt sie so in Panik dass sie nur noch weg will. Egal was kommt, obwohl ich schon sein 7 Monaten regelmäßig mit ihr Gassi gehe. Es ist ein Jammer.

Liebe Grüße Eva
Sukadeva
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Marco » Mo Dez 14, 2009 12:01

Moin zusammen,

was da tierschutzrelevant ist, wird durch die Tierschutz-Hundeverordnung geregelt. Speziell sind hier §4 "Anforderung an das Halten im Freien" und §6 "Anforderung an die Zwingerhaltung" relevant.

Lieben Gruß,
Marco
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Sukadeva » Mo Dez 14, 2009 14:37

Genau das meine ich.
Sind die Auflagen erfüllt ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. kotz*
Für mich hat ein Hund/Tier auch Gefühle wie Schmerz und Leid und Freude.
Wo steht davon was in diesen Auflagen?

Liebe Grüße Eva
Sukadeva
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Marco » Di Dez 15, 2009 10:53

Moin Eva,

wie stellst Du Dir denn vor, dass es sein sollte, wenn nicht durch Auflagen und Kontrollen?

Lieben Gruß,
Marco
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon NicoleH » Di Dez 15, 2009 12:16

Tierschutzwidrig finde ich das nicht… sondern menschlich.

Allerdings heißt es nicht, dass ich es richtig finde. Ich vertrete auch die Meinung, dass wenn die Schäfer (oder andere Vermehrer) immer wieder Käufer für die Welpen finden, auch niemals die Vermehrung aufhört.. warum auch… bringt doch Geld, bei Null Aufwendung.
Ich persönlich finde auch die Einfuhr von den ganzen südländischen Hunden nicht gut. Unsere Tierheime platzen sowieso schon.
Vielmehr müste man das Geld für Flüge, Pflegefamilien...in Aufklärung und Kastrationen stecken.

Aber dieses Thema vom Schreibtisch aus zu diskutieren, finde ich sehr sehr schwierig bis unmöglich…
wenn man das Elend nicht mit eigenen Augen gesehen hat, kann man sich eigentlich kein Urteil erlauben.

Ich selber habe schon sehr schlechte Haltungsbedingungen bei Schäfern gesehen. Ich hätte gleich drei Würfe auf einmal dort mitnehmen können. Aber ich hätte nur Platz für neue gemacht! Mann kann nur die Behörden darauf aufmerksam machen (die sowieso so gut wie nix machen) und eventuell behutsam versuchen einen positiven und aufklärenden Einfluss auf den Schäfer zu haben, mehr ist auf legalem Weg nicht möglich. Beschimpfungen und Drohungen haben keinen Sinn und verursachen nur, dass die Hunde noch tiefer in dunkle Verschläge gestopft werden.


LG Nicole
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Friesenbursch » Di Dez 15, 2009 15:25

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Zuletzt geändert von Friesenbursch am Mo Apr 19, 2010 17:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Marco » Di Dez 15, 2009 22:04

Moin "Friesenbursch",

das klingt nicht danach, als wenn es Dir um eine inhaltliche Diskussion ginge. Über irgendwelche Dritte ("AH-Experte"), deren Aussagen offenbar aus dem Zusammenhang gerissen und in eigener Darstellung hier wiedergegeben werden, kann man ja gar nicht sinnvoll diskutieren. Wenn Dich wirklich die Meinung des "AH-Experten" interessiert, dann solltest Du das mit demjenigen selbst klären.

Ansonsten kann ich Dir nur sagen, dass ich es absolut verstehen kann, dass man es ablehnt jeden spanischen, rumänischen, griechischen oder türkischen Hund nach Deutschland zu holen. Genauso verstehe ich die Ablehnung des Kaufes von Welpen aus dem Kofferraum eines Autos an der polnischen oder belgischen Grenze. Und ja, ich verstehe auch, wenn man nicht jeden Hund eines Schäfers aus dem Stall weg kauft. Keine dieser Ansichten ist in irgendeiner Form tierschutzrelevant oder zynisch. Der Zynismus liegt ganz woanders.

Meint,
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Friesenbursch » Mi Dez 16, 2009 10:34

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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Loki » Mi Dez 16, 2009 11:21

Friesenbursch hat geschrieben:Um es zu wiederholen, mir geht es um Hunde, die bei Schäfern dahindämmern, die, übertrieben gesagt, in Sachen Tier unverschuldet schuldig geworden sind. Mein Eindruck ist, daß den meisten Forenschreibern die Realität in so manchen Schäferhaushalten völlig fremd ist.


Ich finde diese eingleisige Meinung zum Tierschutz völlig irrelevant.

Für den im Verschlag dahindämmernden Hund spielt es keine Rolle wo der Verschlag sich befindet. Bei einem Schäfer, bei einem Bauern, bei einer Privatperson auf dem Grundstück. Ihm geht es auf alle Fälle schlecht.

Jedes Tier hat das Recht auf artgerechte Haltung.

LG Monika
LG Loki



Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Marco » Mi Dez 16, 2009 13:10

Moin!

Friesenbursch hat geschrieben:Die Meinung dieses AH-Experten kenne ich mittlerweile – wenn es auch etwas gedauert hat. Und weil diese Meinung öffentlich verbreitet wird, halte ich es für richtig, öffentlich dazu Stellung zu nehmen. Es geht mir nicht um die Person, sondern um die Meinung, die damit öffentlich verbunden ist. Insofern muß ich das nicht mit der Person oder irgendwelchen Claqueuren klären.
Ach?! Und statt dessen meinst Du dann, dass wir jetzt auf diesen, Dir bekannten, aber hier nicht genannten "AH-Experten", aus der Ferne eindreschen?

Ich kann mich nur Monika anschließen. Das Leid der Hunde ist unabhängig davon, wo sie leiden und ich verstehe auch nicht wirklich, was Du mit "unverschuldet schuldig geworden" meinst.

Meint,
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Briddy » Mi Dez 16, 2009 14:03

Jedes Tier hat das Recht auf artgerechte Haltung.

Wahre Worte! Axel engagiert sich aber nunmal intensiv in der Vermittlung speziell von Altdt. Hütehunden, und da ist die Assoziation zum Schäfer halt naheliegend. Ich halte es auch für sinnvoller, sich auf einen bestimmten Bereich zu konzentrieren, in dem man sich dann auskennt, anstatt sich heillos zu verzetteln, weil man allen helfen will.

Natürlich hat man es als Privathalter leichter, einen sorgfältig auf das Familienleben vorbereiteten Hund in die "Zivilisation" zu integrieren, das ist eine Binsenweisheit. Und wer es sich nicht zutraut, einen Hund "aus dem Verschlag" zu holen, der soll es doch sein lassen. Aber generell davon abzuraten, Hunde von Schäfern zu nehmen, wo sie nicht in für Privatleute optimalen Verhältnissen aufwachsen, ist ein arger Tritt gegen das Anliegen des Tierschutzes. Soll man die Hunde dort vergammeln lassen? Haben diese Hunde kein Recht auf ein gutes Leben?

Und die Gleichung "unsozialisierter Hund vom Schäfer = Problemhund, Hund aus guter Privataufzucht = easy Familienhund" geht schon gar nicht auf, dazu kenne ich zu viele Gegenbeispiele. Es steht und fällt immer mit den Fähigkeiten des Hundehalters und natürlich mit dem Charakter des Hundeindividuums, egal woher der Hund stammt.
Wie gewohnt schlägt der sogenannte "Experte" mit der rhetorischen Keule um sich, ohne eine Ahnung zu haben, von was er eigentlich redet, denn er selber hatte ja noch nie einen "unsozialisierten AH vom Schäfer".

Ich halte es aber für wichtig, sorgfältig abzuwägen, ob man einen rein profitorientierten Welpenvermehrer damit unterstützt.

Hab ja selber zwei Hunde aus "schäfer'scher Überproduktion" und suboptimaler Haltung und bin sehr zufrieden damit. Beide haben sich wunderbar entwickelt.
Ich hätte sie allerdings nicht gekauft, wenn ich den Eindruck gehabt hätte, man würde zum Geldverdienen nonstop Welpen produzieren.
Aber die geringen Beträge ("für die Futterkosten"), die man in beiden Fällen für die Hündinnen haben wollte, und das sonstige Drumherum überzeugten mich davon, dass ich damit nicht geldgierige Vermehrer unterstützte.
Der Schäfer behielt zwei Welpen aus dem Wurf für sich selbst. Dummerweise bestand der Wurf aus 12 (!!) Welpen. Was hätte er bitteschön mit den anderen 10 Welpen machen sollen? Auf dem Hof vergammeln lassen als überflüssige und kostenverursachende Fresser? Und sie sich vielleicht weiter vermehren lassen, weil Kastrationen zu teuer sind? Im Tierheim abgeben? Früher hätte man sie totgeschlagen, wollen wir dahin zurück?

In Jennas Fall vergaß der Schäfer ganz, nach dem Geld zu fragen, der packte mir den Welpen ins Auto, froh, wieder einen loszuwerden, und hätte mich einfach abfahren lassen. Ich drückte ihm dennoch den vereinbarten Betrag in die Hand, da Hof und Menschen einen so heruntergekommenen ärmlichen Eindruck machten. Die Aufklärung über die Art von Hund, die ich mir da gerade eingehandelt hatte, ließ natürlich sehr zu wünschen übrig, was aber eindeutig mit dem Intellekt der Leute zusammenhing (der Herr, mit dem ich zuerst sprach, war geistig behindert, und sein Sohn, der Schäfer, machte auch nicht gerade einen weltgewandten Eindruck).
Aber man vergaß NICHT, mich mehrmals zu fragen, ob ich denn tierlieb sei!!! So verrückt das klingen mag, aber ich hatte wirklich den Eindruck, als würden sie ihre Tiere lieben, trotz der tierschutzrelevanten Haltungsbedingungen. Ich halte es für ekelhaft überheblich, solche Leute zu verachten und dazu aufzufordern, sie mit den Tiere einfach hängen zu lassen. Oder gar zu verlangen, sie sollten für optimale Haltung und Sozialisation sorgen! Meine Güte, die arbeiten sich krumm für das Lebensnotwendigste und haben anderes zu tun, als sich durch Hundeforen oder -bücher zu lesen. Da werden die Tiere dann eben gehalten, wie man das auf'm Land "schon immer" getan hat und wie es für deren Zwecke absolut ausreichend ist.
Nicht, dass ich das schön finden würde, aber durch weltfremde Forderungen erreicht man gar nichts, weder für die Menschen noch für die Hunde.
Vielleicht sollte sich der Herr "Experte" mal aus seinem noblen Villenviertel hinausbewegen und das Leben kennenlernen, wo es dunkel, schmutzig und arm ist. Vielleicht doziert er dann nicht mehr so arrogant.

Jenna war übrigens die kleinste der ca. 12 Wochen alten Welpen, der "Omega-Hund" eben und scheu und verängstigt. Sie hat sich mit Hilfe ihrer schier unglaublichen Neugier und Lernbegierigkeit erstaunliche schnell zu einem Hund entwickelt, mit dem ich bald problemlos in der Stadt zwischen knallenden Auspüffen und anfahrenden Bussen spazierengehen konnte. Mit ca. 1 1/2 Jahren hat sie auch die Berliner "Großstadttauglichkeitsprüfung" problemlos bestanden.

Kimmi, die ich mit 14 Monaten ebenfalls "aus dem Schafstall" holte, war zunächst weder stubenrein noch kannte sie das Wohnungsleben, erschrak beim Geräusch der Küchenmaschinen und kläffte den fremden Hund im Spiegel an. So what! Heute habe ich in ihr einen Hund, der beim Tösen des Mixers freudig sabbert, weil es leckere Gemüsematsche bedeutet, und dem ich mit dem Staubsauger um die Pfoten drumrumsaugen kann.

Ich bin überzeugt davon, wenn ein Hund aus suboptimalen Verhältnissen in der Lage ist, sich wieder zu berappeln, dann ein AH. Die stecken einiges weg. Kein Wunder bei der Zuchtselektion, wie sie vor allem in früheren Zeiten stattfand: Nur die Harten komm'n in'n Garten.
Man hat's nicht leicht, aber leicht hat's einen.
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Admin » Mi Dez 16, 2009 14:44

Ach?! Und statt dessen meinst Du dann, dass wir jetzt auf diesen, Dir bekannten, aber hier nicht genannten "AH-Experten", aus der Ferne eindreschen?

Marco, Du und manch anderer merken es vielleicht nicht so, aber der genannte "AH-Experte" drischt mit diesem Thema seinerseits auf bestimmte Personen ein, und das in weit verletzenderen Worten als hier gefallen sind.

Aber Du hast recht, wir sollten uns hier nicht auf dieses Niveau hinunterlassen, auch wenn manchem die Retourkutsche noch so sehr in den Fingern jucken mag.

Ich fordere daher alle an der Diskussion Beteiligten auf, im weiteren Verlauf jeglichen Bezug zu Aussagen Dritter zu unterlassen.

Laßt uns bitte einfach weiter darüber diskutieren, wie und ob man den genannten Hunden helfen kann und ob es Sinn macht, sie aus tierschutzwidrigen Umständen herauszuholen.

Mit freundlichen Grüßen
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon Friesenbursch » Mi Dez 16, 2009 15:01

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Zuletzt geändert von Friesenbursch am Mo Apr 19, 2010 17:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tierschutzwidrig?

Beitragvon P&N » Mi Dez 16, 2009 16:24

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Zuletzt geändert von P&N am Fr Apr 23, 2010 07:39, insgesamt 1-mal geändert.
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